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Wasser-Behandlungsanlagen
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Anzeichen und Ursache von Rost in den Hausleitungen - mit Behandlungsbedarf

Welche Anzeichen gibt es für rostige Hausleitungen?

Es betrifft konventionelle Hausleitungen die beschaffen sind aus verzinkten Stahlrohren und Kupferleitungen. Wird eine bestimmte Zeit kein Wasserverbrauch erzeugt, infolge Abwesenheit oder Nichtbenutzung von einzelnen Wasserentnahmestellen, kann es daher vorkommen, dass im Wasser ein vorübergehender Rostausfluss feststellbar ist. Daraus kann geschlossen werden, dass diese konventionellen Hausleitungen mit Rost bzw. mit einer Oxidationsschicht befallen sind.

 

Welche Ursachen führen dazu?

Die Rost- bzw. die Oxidationsbildung in konventionellen Hausleitungen kann auf eine oder mehrere der folgenden Ursachen zurückgeführt werden:

    1. Wenn in der Gemeinde oder in der betreffenden Wasserversorgungszone eine Mischwassersituation * vorliegt, resultieren daraus erhöhte Anteile an freier und ungebundener Kohlensäure. Dadurch kann sich eine aggressive Wirkung in den konventionellen Hausleitungen bilden und es resultiert ein aktiver Korrosions- bzw. Oxidationsvorgang.

    2. Der in der Warmwasserbereitung ausfällende Kalk bewirkt eine eigene Bildung von freier Kohlensäure, mit den selben negativen Folgen wie sie mit einer Mischwassersituation entstehen, die sich auf die im Warmwasserbereich eingesetzten Leitungn auswirken.

    3. Grosse Dimensionen in den Leitungsquerschnitten der Wasserverteilung mit geringer Durchflussgeschwindigkeit an den Leitungswandungen. Dadurch können sich primär in den horizontal geführten Stängen, Partikelablagerungen bilden mit unterschiedlichen und teilweise auch aggresiven Eigenschaften.

    4. Eine bestimmte Zusammensetzung an Inhaltsstoffen und Spurenelementen im Wasser, die eine rostwirksame Aggressivität auf die Leitungsrohre ausüben.

    5. Fremdauslösende und auf das Leitungsrohr übertragende Kriechströme, die auf die Leitungsrohre ein rostwirsames Potential bilden.

    6. Rostpartikel die von der öffentlichen Leitung den Zugang in diese Hausleitungen finden und sich darin festsetzen, können unterstützt durch die vorgenannten Einflüsse, Lochfrass bilden. Das heisst es wird an diesen Stellen eine Korrosion verursacht, die zum punktuellen Druchbruch der Leitungen führen kann.

    7. Die Bildung von Kohlensäure kann jedoch zusätzlich gesteigert bzw. eigenständig verursacht werden, durch den Einsatz von Ionenaustauschern, auch bekannt unter der Bezichnung Enthärtungs- bzw. Salzanlagen. Ionentauscher stören das natürliche Gleichgewicht von Kalk und Kohlensäure im Wasser insofern, dass sie den Kalk aus dem Wasser entfernen und die Kohlensäure als aggressive kalkbildende Kohlensäure im Wasser belassen. Da aber kein Kalk mehr zu bilden ist - abgesehen von einer Kalkschicht in den Leitungen zu Beginn des Einsatzes der Ionentauscher - wirkt diese Kohlensäure aggressiv auf die Zinkschutzschicht und anschliessend auf das Stahlrohr selbst , oder auch auf das Kupferrohr. Darin liegt eine weitere gravierende Ursache für das Verrosten von konventionellen Hausleitungen.

* Eine Mischwassersituation entsteht, wenn Wasser aus verschiedenen Bezugsorten, z.B. Quell- und Grundwasser, gemeinsam in ein Reservoir eingespiesen wird, ab dem die Frischwasserversorgung in die Hausinstallationen durchgeführt wird.

 

Druck von http://www.luebersystem.ch/hausleitungenrostig.htm, geladen am Di. 07. Feb. 2012
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